Klinikleiterin Ramona Winkler verbindet mit dem Jubiläum eine besondere persönliche Geschichte: Seit der Gründung vor 30 Jahren ist sie in der Kurklinik tätig und hat vor gut zwei Jahren die Leitung der Einrichtung übernommen. „Seit 30 Jahren begleiten wir Familien in herausfordernden Lebenssituationen und stärken ihre gesundheitlichen Ressourcen nachhaltig. Dieses Jubiläum ist für uns nicht nur ein Anlass zum Rückblick, sondern auch ein Ansporn für die Zukunft.“, so Winkler in ihrem Grußwort.
Wie wichtig die Arbeit der Klinik für die Gesundheitsversorgung ist, betonte auch Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne: „Eine gute Rehabilitation wird immer wichtiger, damit Menschen ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange bewahren können. In Arendsee sind alle Generationen willkommen. Sachsen-Anhalts einzige Mutter/Vater-Kind-Kurklinik genießt weit über die Grenzen der Region hinaus einen hervorragenden Ruf.“, sagte Grimm-Benne. Ihr Dank gelte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Haus „mit viel Herzlichkeit und großem Einsatz“ prägten.
Der präventive Ansatz steht im Mittelpunkt der Arbeit. Mütter und Väter erhalten Unterstützung dabei, gesundheitliche Ressourcen zu stärken, Stress und Überlastung frühzeitig zu erkennen und neue Strategien für den Familienalltag zu entwickeln. Davon profitieren auch die Kinder: Die gesundheitliche Stabilisierung der Eltern kann wesentlich dazu beitragen, das gesamte Familiensystem zu stärken und langfristige gesundheitliche Belastungen zu vermeiden.
Die 30-jährige Erfahrung in Arendsee zeigt: Vorsorge ist mehr als eine zeitlich begrenzte Auszeit. Sie schafft Raum für medizinische und therapeutische Unterstützung, stärkt die Eigenverantwortung und hilft Familien, gesundheitliche Veränderungen nachhaltig in ihren Alltag zu integrieren.
Auch künftig will die DRK Vorsorgeklinik Arendsee diesen präventiven Auftrag erfüllen und Familien dabei unterstützen, Gesundheit zu erhalten, Belastungen rechtzeitig entgegenzuwirken und neue Kraft für den Alltag zu gewinnen.
Hintergrund Kurklinik
Der Grundstein für die Klinik wurde bereits im Januar 1995 mit dem Baubeginn gelegt. Am 10. Mai 1996 wurde das Haus feierlich eingeweiht, am 14. Mai startete der erste Kurdurchgang. Seitdem hat sich die Einrichtung als verlässlicher Ort für ganzheitliche Gesundheitsvorsorge, Rehabilitation und familiäre Stabilisierung etabliert. Als einzige Mutter/Vater-Kind-Kurklinik in Sachsen-Anhalt kommt ihr dabei eine besondere Bedeutung zu.
Die Klinik hat ihren Ansatz über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Bereits 1999 wurde die erste AD(H)S-Schwerpunktkur eingeführt. Nach der Jahrhundertflut 2002 übernahm die Einrichtung mit dem Projekt „Lichtblick“ besondere gesellschaftliche Verantwortung: In den Jahren 2003 und 2004 wurden rund 1.500 Betroffene aufgenommen und therapeutisch begleitet.
