· Pressemitteilung

Austausch für ein starkes Ehrenamt: DRK-Spitze trifft Ministerpräsident Sven Schulze

DRK Sachsen-Anhalt

Das Ehrenamt ist das Herz des DRK in Sachsen-Anhalt. Tag für Tag engagieren sich Kameradinnen und Kameraden in den Gemeinschaften – in den Bereitschaften, der Wasserwacht, der Bergwacht, in Kleiderkammern und im Jugendrotkreuz – für andere. Sie sichern die Versorgung, leisten Hilfe in Notlagen und tragen den Bevölkerungsschutz maßgeblich mit. Dieses Engagement stand im Mittelpunkt eines Treffens am 2. April 2026 zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, DRK-Präsident Roland Halang und der Vorstandsvorsitzenden des DRK Sachsen-Anhalt, Katja Fischer.

„Das Ehrenamt ist eine echte Stärke unseres Landes. Viele Menschen im DRK helfen jeden Tag – freiwillig, mit viel Herz und großer Verantwortung. Sie sind da, wenn andere Hilfe brauchen. Darauf können wir in Sachsen-Anhalt stolz sein. Ich bin dankbar für dieses Engagement und habe großen Respekt davor, wie selbstverständlich viele Menschen ihre Zeit für andere einsetzen. Für mich ist klar: Wir werden das Ehrenamt weiter stärken und den Menschen den Rücken freihalten, die sich für unsere Gesellschaft engagieren. Denn ohne sie würde vieles in unserem Land nicht funktionieren.“, so Ministerpräsident Schulze.

Im Gespräch wurde deutlich, wie breit das Spektrum der Aufgaben ist, die das DRK heute übernimmt – und wie eng Ehrenamt, Rettungsdienst und Katastrophenschutz miteinander verzahnt sind. Gerade angesichts sich wandelnder Anforderungen zeigt sich die Stärke dieser gewachsenen Strukturen. „Unsere Ehrenamtlichen bringen nicht nur Zeit ein, sondern auch Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und eine enorme Einsatzbereitschaft. Darauf können wir in Sachsen-Anhalt bauen“, betonte Katja Fischer.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Krisenlagen vielfältiger und komplexer geworden sind. Ob Extremwetter, Pandemien oder großflächige Ausfälle kritischer Infrastruktur – das DRK ist verlässlich zur Stelle. Damit das so bleibt, braucht es klare und tragfähige Rahmenbedingungen. Ein zentrales Anliegen ist die stärkere Verankerung der Hilfsorganisationen im Rettungsdienstgesetz des Landes. Ziel ist es, die besondere Rolle des DRK im Zusammenspiel von Regelrettung, Katastrophenschutz und Ehrenamt sichtbar zu machen und rechtssicher auszugestalten.

Auch die Weiterentwicklung des Rettungsdienstes war Thema des Austauschs. Die Ausbildung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern ist entscheidend für die Qualität der Versorgung. Sie muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren und verlässlich finanziert sein. „Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für einen leistungsfähigen Rettungsdienst – und zugleich ein wichtiger Faktor, um den Beruf attraktiv zu halten“, so Fischer.

Darüber hinaus ging es um die langfristige Sicherung zentraler Bereiche wie der Wasser- und Bergrettung. Beide leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gefahrenabwehr und müssen landesweit zuverlässig ausgestattet und finanziert sein. Ebenso wichtig sind kontinuierliche Investitionen in Ausrüstung, Ausbildung und Infrastruktur, damit Einsatzkräfte ihre anspruchsvollen Aufgaben sicher erfüllen können.

Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Kinder- und Jugendarbeit. Sie schafft Gemeinschaft, vermittelt Werte und legt den Grundstein für künftiges ehrenamtliches Engagement. Damit sichert sie langfristig die Handlungsfähigkeit des DRK.

Das Treffen unterstrich die gemeinsame Verantwortung von Politik und Hilfsorganisationen, den Bevölkerungsschutz zukunftsfest zu gestalten. Zugleich rückt mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl eine Phase in den Fokus, in der politische Interessenvertretung besondere Wirkung entfalten kann. Zentrale Forderungen werden geschärft, Positionspapiere erarbeitet und Gespräche mit Abgeordneten vorbereitet. 

So zeigt sich: Die Arbeit im DRK Sachsen-Anhalt und den 20 Kreis- und Regionalverbänden steht für Verlässlichkeit, Kompetenz und Zusammenhalt. Es ist eine starke Grundlage – und zugleich ein klarer Auftrag, die richtigen Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.