· Pressemitteilung

Gemeinsam für Teilhabe: Starke Zeichen bei den Tagen der Begegnungen in Halle und zum ersten Mal in Magdeburg

Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hat in Sachsen-Anhalt auch 2026 ein starkes Zeichen gesetzt. Mit dem Tag der Begegnung in Magdeburg und Halle wurden zwei zentrale Orte der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sichtbar – erstmals in der Landeshauptstadt und bereits zum 18. Mal in Halle.

Am 25. April verwandelte sich der Alte Markt in Magdeburg in einen lebendigen Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderungen. Zahlreiche Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Selbstvertretungen sowie Vereine und Verbände präsentierten ihre Arbeit, boten Mitmachaktionen an und luden zum Austausch ein. Beim Rundgang an den knapp 20 Vereinsständen standen persönliche Gespräche, Einblicke in die Praxis und konkrete Herausforderungen im Fokus. Die Schirmherrschaft der Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung.
Das Bühnenprogramm zeigte eindrucksvoll, wie gelebte Inklusion aussieht: Tanz, Musik und Sportbeiträge machten deutlich, dass Teilhabe weit über theoretische Debatten hinausgeht. Parallel dazu bot ein Lounge-Bereich Raum für vertiefende Gespräche und Vernetzung. Im Mittelpunkt stand stets die Frage, wie gleichberechtigte Teilhabe weiter gestärkt werden kann.
Am 9. Mai knüpfte Halle (Saale) an diese Impulse an. Bereits zum 18. Mal kamen hier Akteurinnen und Akteure aus dem gesamten Spektrum der Eingliederungshilfe in der Region zusammen. Die langjährige Erfahrung des Standorts war spürbar: gewachsene Netzwerke, eingespielte Zusammenarbeit und ein breites Angebot für Besucherinnen und Besucher. Auch hier standen Information, Begegnung und Mitwirkung im Zentrum.
Ein besonderes Highlight war das Grußwort von Katharina Brederlow, Beigeordnete der Stadt für Bildung und Soziales, die die Bedeutung von Teilhabe und inklusivem Miteinander hervorhob. Auch Katja Fischer, Vorstandsvorsitzende des DRK Sachsen-Anhalt, unterstrich in ihrer Ansprache die Rolle engagierter Netzwerke und gemeinsamer Initiativen für eine gelebte Inklusion.
Beide Veranstaltungen machten deutlich, wie wichtig der Schulterschluss aller Beteiligten ist. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Leistungskürzungen setzten die Tage der Begegnung ein klares Signal. Gemeinsam mit Initiativen, Verbänden und Partnern wurde betont, dass Einsparungen bei denjenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind, keine Lösung sein können. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bleibt ein verbindlicher Auftrag.
Der Tag der Begegnung in Magdeburg und Halle hat gezeigt, was möglich ist, wenn Engagement, Fachlichkeit und persönliche Begegnung zusammenkommen. Er stärkt das Bewusstsein für Inklusion, macht Fortschritte sichtbar und benennt Herausforderungen klar – als Grundlage für weiteres gemeinsames Handeln.