· Pressemitteilung

Sozialministerin Grimme-Benne besucht Engagementzentrum in Bernburg

Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne hat das Engagementzentrum in Bernburg (Salzlandkreis) besucht, um sich über die Umsetzung der Engagementstrategie des Landes zu informieren. Das im vergangenen Jahr eröffnete Zentrum versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Vereine, die sich engagieren oder Engagement ermöglichen möchten.

Durch den niedrigschwelligen Zugang – unter anderem über ein Büro direkt beim Citymanager in der Innenstadt – soll insbesondere Menschen, die sich bislang nicht engagieren, der Einstieg in ein freiwilliges Engagement erleichtert werden. Gefördert wird das Zentrum mit rund 30.000 Euro jährlich im Rahmen der Engagementstrategie des Landes Sachsen-Anhalt.

Bei ihrem Besuch betonte Ministerin Grimm-Benne: „Ob im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe oder bei den Tafeln: Überall im Land engagieren sich Bürgerinnen und Bürger mit Herzblut für ihren Verein, für andere Menschen und damit für unsere Demokratie. Damit bilden sie das Rückgrat unserer Gemeinschaft, denn ihr Einsatz macht unsere Gesellschaft stärker, bunter und menschlicher. Mit der Engagementstrategie stärken wir gezielt die Rahmenbedingungen, damit Ehrenamtliche die Unterstützung bekommen, die sie verdienen. Mit den Engagementzentren wollen wir zudem noch mehr Menschen für ein Engagement gewinnen. Denn: ein Drittel der Bevölkerung ist bereit, sich stärker als bislang für andere einzusetzen. Dieses Potential wollen wir erschließen.“

Katja Fischer, Landesgeschäftsführerin und Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Landesverbandes Sachsen-Anhalt: „Als DRK verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit ehrenamtlichen Strukturen und der Förderung von bürgerschaftlichem Engagement. Ein Beispiel dafür ist die Plattform Anpacken!, die der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt gemeinsam mit seinen Regional- und Kreisverbänden zum Kurzeitengagement seit 2022 aufgebaut hat. Aufgrund dieser Erfahrung und dem Wunsch des Landes Sachsen-Anhalt die Trägerschaft der beiden Engagementzentren in Bernburg und Sangerhausen zu übernehmen, freuen wir uns über diese verbandsübergreifende Tätigkeit und stehen allen Interessierten, Vereinen und Initiativen mit Rat und Tat zur Verfügung.“

Die Engagementstrategie des Landes wurde vor vier Jahren gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Stiftungen und Wohlfahrtsverbänden entwickelt. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement sichtbarer zu machen, besser zu vernetzen und noch mehr Menschen zur aktiven Mitarbeit zu ermutigen. Dazu gehören unter anderem niedrigschwellige Förderangebote, Qualifizierungen – etwa zur Nutzung digitaler Instrumente – sowie neue Formen der Anerkennung für freiwilliges Engagement.

Die Engagementzentren des Deutschen Roten Kreuzes sind ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung dieser Strategie. Sie greifen zugleich regionale Besonderheiten auf, indem sie niedrigschwellige Mitmachaktionen und spontane Engagementmöglichkeiten unterstützen. Dies entspricht dem Trend, wonach sich Menschen lieber spontan und kurzfristig als verbindlich und langfristig engagieren möchten.