J. Müller / DRK.de

Das Projekt Leben.Zukunft.Sachsen-Anhalt des Deutschen Roten Kreuzes Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V. unterstützt die Integration und soziale Teilhabe von Drittstaatsangehörigen in Sachsen-Anhalt.

Ziel des Projekts ist es, Menschen beim Ankommen in Deutschland zu begleiten, Orientierung im Alltag zu geben und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe zu stärken.

Das Projekt wird durch die Europäische Union im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert.


Angebote des Projekts

Die Angebote richten sich an Menschen, die neu in Deutschland sind oder Unterstützung bei der Orientierung im Alltag suchen. Alle Angebote sind kostenfrei und praxisorientiert.

 

Praxisnaher Deutschunterricht (A2–B2)

Im Rahmen des Projekts werden Deutschkurse mit Fokus auf alltägliche Situationen angeboten. Die Teilnehmenden üben die deutsche Sprache für wichtige Lebensbereiche wie Behördengänge, Arztbesuche, Wohnungssuche sowie Arbeit und Ausbildung. Ziel ist es, Sicherheit in der Kommunikation im Alltag in Deutschland zu gewinnen. Der Unterricht findet zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden statt und erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten.

 

Begegnung und Austausch

Das Projekt schafft Möglichkeiten für Begegnung und interkulturellen Austausch. Dazu gehören gemeinsame Aktivitäten wie Koch- und Spieleabende, Sport- und Freizeitangebote sowie interkulturelle Treffen und der Besuch lokaler Veranstaltungen. Diese Angebote fördern gegenseitiges Kennenlernen, Austausch und soziale Kontakte. Durch die Teilnahme von Menschen aus der Mehrheitsgesellschaft entstehen zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und gegenseitiges Verständnis.

 

Wissen für den Alltag

Informationsveranstaltungen vermitteln praktisches Wissen zu zentralen Lebensbereichen in Deutschland, etwa zum Gesundheitssystem, zu Schule und Bildung, zu Arbeit und Ausbildung sowie zu Rechten und Pflichten und zur Nutzung digitaler Medien. Ziel ist es, Orientierung zu geben und die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihren Alltag selbstständig zu gestalten.

 

Beratung und Begleitung

Teilnehmende erhalten bei Bedarf individuelle Unterstützung bei praktischen Fragen des Alltags, zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen, bei der Wohnungssuche oder bei der Orientierung im Behörden- und Sozialsystem. Auf Wunsch ist auch eine Begleitung zu Ämtern oder Beratungsstellen möglich.

 

Wer kann teilnehmen?

Das Projekt richtet sich an Drittstaatsangehörige, die sich rechtmäßig in Deutschland aufhalten, zum Beispiel:

  • Personen mit Niederlassungserlaubnis, Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU oder einer Aufenthaltserlaubnis von mindestens einem Jahr

  • Personen mit längerfristiger Aufenthaltsperspektive

  • Schutzsuchende aus der Ukraine mit Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG

  • Personen mit Zugang zu Integrations- oder Berufssprachkursen (z. B. auch Geduldete)

  • Fachkräfte oder Personen mit Aufenthaltstitel zur Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuche

Für das Lernen ist es nie zu heiß

Sprach- und Begegnungstreffen des AMIF-Projekts auf der Würfelwiese in Halle (Saale)

Auch hochsommerliche Temperaturen konnten die Teilnehmenden des AMIF-Projekts „Leben.Zukunft.Sachsen-Anhalt“ nicht vom Lernen abhalten. Bei strahlendem Sonnenschein fand auf der Würfelwiese in Halle (Saale) ein besonderes Sprach- und Begegnungstreffen unter freiem Himmel statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das gemeinsame Deutschlernen, der persönliche Austausch und das Miteinander. Gut versorgt mit kühlen Getränken und frischem Obst arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam an verschiedenen Sprachübungen und erweiterten dabei spielerisch ihren Wortschatz. Im Mittelpunkt stand das Thema „Mein Zuhause“. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie die ideale Wohnung oder das Traumhaus aussehen könnte, welche Wünsche die Teilnehmenden an ihr zukünftiges Zuhause haben und was für sie ein Ort des Ankommens und Wohlfühlens bedeutet.

Begleitet wurde das Treffen von den ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts sowie dem Leiter der niedrigschwelligen Sprachkurse, Herrn Turchyn. Sie schufen einen geschützten Rahmen, in dem die Teilnehmenden ihre Deutschkenntnisse anwenden, Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen konnten. Dabei entstanden nicht nur neue sprachliche Fähigkeiten, sondern auch wertvolle Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und neue Kontakte.

Den gelungenen Nachmittag ließen alle gemeinsam bei einem erfrischenden Eis ausklingen – eine willkommene Abkühlung nach den sommerlichen Temperaturen. Die positive Stimmung und die Freude über das gemeinsame Lernen machten deutlich, wie wichtig solche Begegnungsangebote für eine gelingende Integration sind.

Das AMIF-Projekt „Leben.Zukunft.Sachsen-Anhalt“ unterstützt Menschen mit Migrationsgeschichte und dauerhaftem Aufenthaltsstatus auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Neben niedrigschwelligen Deutschkursen bietet das Projekt Begegnungsangebote, Informationsveranstaltungen sowie individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote an. Ziel ist es, gesellschaftliche Teilhabe zu stärken, Sprachkompetenzen zu fördern und Menschen beim Ankommen in Sachsen-Anhalt nachhaltig zu begleiten.

Das Projekt wird durch die Europäische Union im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert.

Ansprechpartner

Frau
Dr. Abir Alhaj Mawas

Fachreferentin Migration
Bereich Soziales

Altes Fischerufer 49/50
39104 Magdeburg
Tel. 0391 610 689-53
Fax 0391 610 689-49
E-Mail Abir.Alhaj.Mawas(at)Sachsen-Anhalt.drk(dot)de

Der DRK-Suchdienst unterstützt Angehörige, die u.a. durch bewaffnete Konflikte oder Katastrophen, getrennt wurden.